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Hoffnung ist keine Strategie

Ernst Bloch hat damals schon erkannt, dass Hoffnung die einzig anthropologische Konstante im menschlichen Wesen ist. Hört sich erst einmal unheimlich trocken und zäh an. Allerdings steckt dort einiges an Wahrheit drin. Hoffnung ist die Antriebsfeder, die uns dazu verleitet, morgens auf die Arbeit zu gehen, ein Fußballspiel zu besuchen, in der Hoffnung auf einen Sieg der Lieblingsmannschaft und bspw. an der Börse zu spekulieren, in der Hoffnung, den großen Gewinn zu machen. Hoffnung treibt uns also an unsere Ziele zu erreichen, ist jedoch gleichzeitig auch eine Ausrede dafür, keine Ereignisse provozieren zu müssen/ können.

„Was versprechen Sie sich von dieser Maßnahme?“
„Wir hoffen auf ein Umsatzwachstum von 5% zum Vorjahr.“

„Wie spät kommen die Gäste?“
„Na hoffentlich pünktlich.“

„Wann kommen die Teile von unseren Lieferanten?“
„Ich hoffe morgen Abend, so war zumindest der Plan.“

 

Was bringt mir jedoch dieses Wissen bei der Markenbildung? In vielen Unternehmen gilt Hoffnung als Marketingstrategie. Ein neues Produkt wird ohne große Überlegungen auf den Markt geworfen, in der Hoffnung, dass der Kunde schon die richtigen Argumente findet, warum er genau dieses Produkt auch kaufen sollte. In diesem Moment überlassen sie ihrer Marke dem Prinzip Hoffnung.

Ein Beispiel aus unserer eigenen Erfahrung. Bei einem Restaurantbesuch und dem ein oder anderen Bier kam man zu späterer Stunde, setzte sich der Gastwirt zu uns und man kam ins Gespräch. Dabei erfuhren wir, dass das Restaurant wahrscheinlich in den nächsten drei Monaten aus finanziellen Gründen schließen würde. Dies war für uns unverständlich, hatten wir doch zuvor wirklich gut gegessen und auch der Service war sehr gut. Auf Nachfrage woran es denn läge, erwiderte der Wirt, es würden einfach zu wenig Gäste kommen. Sein Plan: Wir gucken jetzt nochmal in den nächsten zwei Monaten und hoffen, dass ein paar Gäste mehr kommen.

Das Prinzip Hoffnung in Rheinkultur. Hoffen, dass sich etwas ändert, wäre damit das Todesurteil des Restaurants gewesen. Als gute Werber, und weil wir den gebeizten Lachs wirklich vermisst hätten, sagten wir dem Gastronomen, das Risiko einzugehen und eine einfache, aber effektive Werbemaßnahme in Form eines „Beim Familienbesuch (min. 2 Erwachsene + Kinder) essen die Kinder gratis“-Angebotes.

Das Resultat:
Die Aktion sprach sich in der ersten Woche rum und in den darauffolgenden Wochen wurde der Umsatz so gesteigert, dass sich das Restaurant weiter halten konnte.

Die Moral dahinter ist Ihnen ganz bestimmt geläufig – Veränderung muss herbeigeführt werden. Überlassen Sie Ihrer Marke nicht der Hoffnung oder dem Zufall. Entwickeln Sie Strategien, finden Sie heraus, wer Ihre Kunden sind und was der wirkliche Mehrnutzen Ihrer Marke, Dienstleistung oder Ihres Produktes ist und kommunizieren Sie diesen Mehrnutzen intelligent, unterhaltsam sowie Aufmerksamkeitsstark bei Ihrer potenziellen Kundschaft. Nur so können Sie wirklich das volle Potenzial Ihres Unternehmens ausschöpfen.